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Werden meine Stromkosten für den Rollstuhl durch die Krankenkasse erstattet?

Das Bild zeigt ein Ladekabel eines elektrischen Rollstuhls von ergoflix.

Damit Sie mit Ihrem elektrischen Rollstuhl zuverlässig von A nach B fahren können, sind vollgeladene Akkus nötig:  Schnell ist der Ladestecker mit der Ladebuchse verbunden und der Netzstecker an die Steckdose angeschlossen. Was einfach klingt, ist auch einfach. Doch dann geht’s los – der Ladeprozess beginnt. Strom fließt und damit auch Geld. In den letzten Jahren sind die Energiepreise stark gestiegen. Rund 6,4 % zahlen Verbraucher jedes Jahr mehr. Eine ganze Menge, wenn Sie regelmäßig einen elektrischen Rollstuhl laden müssen. Doch erstattet die Krankenkasse Stromkosten?

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns näher mit diesem Thema. Wir schauen uns an, in welchen Fällen eine Erstattung möglich ist und welche rechtliche Grundlage dahintersteckt. Außerdem erfahren Sie, wie Sie den Antrag auf Erstattung der Stromkosten bei Ihrer Krankenkasse stellen.

Stromkostenerstattung durch Ihre Krankenkasse (z. B. Barmer, Knappschaft, AOK)

Die meisten Nutzer eines elektrischen Rollstuhls wissen es gar nicht: Die Stromkosten zum Aufladen ihres Hilfsmittels können von der Krankenkasse z. B. der Barmer, der Knappschaft oder der AOK erstattet werden. Und das ist sogar im Gesetz festgehalten. Bereits 1997 entschied das Bundessozialgericht, dass der Anspruch auf Versorgung mit einem Hilfsmittel nach § 33 Abs.1 S1 SGB 5 auch die Versorgung mit der zum Betrieb des Hilfsmittels erforderlichen Energie (BSG, Az. 3 RK 12/96) umfasst.

Interessant: Eine Stromkostenerstattung erfolgt für elektrische Hilfsmittel aller Art. Dazu zählen neben elektrischen Rollstühlen beispielsweise:

  • Absauggeräte
  • Beatmungsgeräte
  • Inhalatoren
  • Hilfsantriebe
  • Monitore
  • Sauerstoffgeräte

Sind Sie über eine private Krankenversicherung versichert, sollten Sie die Erstattungsmöglichkeiten genau nachprüfen. Die Erstattung der Stromkosten könnte ausgeschlossen sein. Dies können wir Ihnen aber nicht mit Sicherheit sagen, da es von der individuellen Vertragsgestaltung abhängig ist und sich von Versicherung zu Versicherung unterscheidet.

Voraussetzungen, die für eine Erstattung erfüllt sein müssen

Damit Sie eine Erstattung der Stromkosten Ihres Hilfsmittels durch die Krankenkasse erhalten, müssen einige Anforderungen erfüllt sein.

Das Wichtigste: Bei Ihrem elektrischen Rollstuhl muss es sich um ein verordnetes Hilfsmittel handeln, welches von Ihrer Krankenkasse bezuschusst wurde. Solche Hilfsmittel sind in der Regel im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands gelistet und können mit einem Rezept Ihres Arztes über ein Sanitätshaus beantragt werden.

Wie genau der Prozess einer Hilfsmittelbeantragung bei der Krankenkasse abläuft, lesen Sie im Beitrag „Rollstuhl von der Krankenkasse: Diese Unterstützung können Sie erwarten“.

Haben Sie Ihren elektrischen Wegbegleiter auf eigene Faust gekauft, kommt Ihre Krankenkasse in der Regel nicht für die Energiekosten auf.

Gut zu wissen: Sie erfahren erst jetzt durch diesen Blogbeitrag, dass Stromkosten von der Krankenkasse erstattet werden können? Kein Grund niedergeschlagen zu sein, weil Sie entsprechende Anträge nicht gestellt haben. Sie haben die Möglichkeit rückwirkend – bis zu vier Jahre – Ihre Stromkosten geltend zu machen. Erst nach Ablauf dieser Zeit tritt die Verjährung ein.

Antrag auf Erstattung der Stromkosten bei der Krankenkasse

Doch wie läuft nun eine Beantragung ab? Leider gibt es keinen einheitlichen Prozess, der über alle Krankenkassen hinweg gilt. Jede Krankenkasse hat eigene Regelungen: Bei der einen Krankenkasse reicht ein formloser Antrag aus, die andere Kasse möchte ein eigens entwickeltes Formular ausgefüllt haben.

Genauso unterschiedlich wie die Beantragung sind auch die Beträge, die von Ihrer Krankenkasse für Ihre Stromkosten erstattet werden. Einige Krankenkassen rechnen nach Verbrauch ab, andere zahlen Ihnen eine Pauschale.

Wie die Anträge und Formulare für Stromkostenerstattung z. B. bei der AOK, der Knappschaft oder der Barmer aussehen, müssen Sie selbst herausfinden. Unsere Empfehlung: Rufen Sie bei Ihrer Krankenkasse an und fragen gezielt nach, wie der Prozess abläuft. Seien Sie so auf der sicheren Seite.

Auch können Sie in eine Suchmaschine „Antrag auf Übernahme der Stromkosten Muster“ eingeben. Einige Experten auf dem Gebiet der Stromkostenerstattung durch die Krankenkasse stellen Musterformulare und Musterbriefe zur Verfügung, die für einen formlosen Antrag genutzt werden können.

Erhalten Sie dennoch eine Ablehnung für die Übernahme der Stromkosten Ihres verordneten Hilfsmittels, legen Sie auf jeden Fall Widerspruch ein und berufen sich auf den gesetzlichen Beschluss.

Lohnt sich der Antrag auf Stromkostenerstattung bei der Krankenkasse?

Um Ihnen bei der Entscheidung ein wenig zu helfen, werfen Sie einmal einen Blick auf Ihre Kosten:

  • Wie lange laden Sie Ihren elektrischen Rollstuhl pro Woche auf? Rechnen Sie diese Angabe auf das Jahr hoch – also das Ergebnis mal 52 Wochen.
  • Wie viel Watt benötigt das Gerät dabei pro Stunde? Diese Angabe finden Sie meist in der Betriebsanleitung Ihres Hilfsmittels oder auf dem Ladegerät selbst.
  • Wie viel bezahlen Sie für eine Kilowattstunde (kWh) Strom? Den Wert finden Sie auf Ihrer Stromrechnung.

Ermitteln Sie selbst, wie hoch die Energiekosten für den Ladevorgang Ihres elektrischen Rollstuhls pro Jahr liegen. Orientieren Sie sich an folgender Formel: (Ladezeit pro Jahr x Watt x Preis kWh Strom)/1000.

Gut zu wissen: Messen Sie mit Hilfe eines Strommessgeräts den Energieverbrauch relativ genau. Das Gerät erhalten Sie für wenige Euro im Handel. Mit dem Gerät verbinden Sie nun das Ladekabel Ihres Elektrorollstuhls. Um die Messungen nicht zu verfälschen, schließen Sie kein anderes Gerät an den Strommesser an.

Falls Sie sich nun entscheiden, die Stromkosten zum Laden Ihres E-Rollstuhls von der Krankenkasse erstatten zu lassen, gehen Sie wie oben beschrieben vor.

Antrag bei der Krankenkasse stellen – ja oder nein?

Ob Sie einen Antrag stellen möchten oder nicht, das müssen Sie ganz individuell für sich und Ihre Situation entscheiden. Wir geben Ihnen nur mit auf den Weg, dass Ihnen ein gewisser Geldbetrag zusteht. Ob Sie diesen in Anspruch nehmen, liegt ganz in Ihren Händen.

Haben Sie mehrere elektrische Hilfsmittel in Ihrem Haus in Betrieb, schnellen die Kosten möglicherweise in die Höhe. Dabei wissen viele Menschen gar nicht, dass eine Erstattung der Stromkosten durch die Krankenkasse möglich ist.

Prüfen Sie zunächst, wie das Vorgehen bei Ihrer Krankenkasse ist. Anschließend können Sie den Schritt wagen und eine Beantragung angehen.

Haben Sie Erfahrungen zu diesem Thema gemacht? Wir freuen uns über Erfahrungen, die Sie gerne mit unserer Community teilen dürfen.

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2 comments on “Werden meine Stromkosten für den Rollstuhl durch die Krankenkasse erstattet?”

    1. Guten Tag,

      das freut uns, dass wir Ihnen diese Information mit auf den Weg geben konnten.

      Viele Grüße aus Hamminkeln
      Ihr ergoflix-Team

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