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Elektromobil oder Rollstuhl? Welches Hilfsmittel ist das Richtige für mich?

Elektromobil oder Rollstuhl? Welches Hilfsmittel ist das richtige für mich?

Ob alters- oder krankheitsbedingt: Ist Ihre Mobilität beeinträchtigt, gibt es verschiedene Lösungen, um aktiv zu bleiben. Elektromobile beispielsweise. Die drei- bis vierrädrigen E-Scooter sind ideale Weggefährten für die nähere Umgebung. Auch Rollstühle, insbesondere Modelle mit Motor, bereiten Ihnen eine Menge Fahrfreude und geben Ihnen Selbstständigkeit zurück. Welches Hilfsmittel ist nun das richtige für Sie? Ein Elektromobil oder ein Rollstuhl? In diesem Artikel erfahren Sie mehr!

Elektromobil – praktische Senioren Scooter mit bis zu 15 km/h

Jacke an, Schlüssel ins Zündschloss und schon kann die Fahrt mit dem Elektromobil beginnen. Diese Gefährte sind ideal für Sie, wenn Sie sich mehr Eigenständigkeit in der näheren Umgebung wünschen. Mit Elektromobilen können Sie Geschwindigkeiten von bis zu 15 km pro Stunde erreichen. Sind Sie in Fußgängerzonen unterwegs, können Sie das Tempo einfach reduzieren. Möchten Sie eine längere Distanz zurücklegen und schneller ans Ziel kommen, können Sie die Geschwindigkeit wieder erhöhen. Für Sie bedeutet das Flexibilität im Alltag.

Gut zu wissen
Fährt Ihr Elektromobil 15 km/h, müssen Sie ein Kennzeichen am Heck des Fahrzeugs anbringen.

Möchten Sie ein Elektromobil kaufen, sollten Sie allerdings weitere Eigenschaften als nur die Geschwindigkeit berücksichtigen.

Elektromobil kaufen – was muss ich beachten?

Je nach Ausstattung unterscheiden sich die Preise von Elektromobilen. Sind Sie mit einer einfachen Ausstattung zufrieden, erhalten Sie Ihren Scooter bereits zu einem Preis von rund 1000 Euro. Die Kosten sind abhängig von folgenden Faktoren:

  • Hersteller
  • Modell
  • Ausstattung
  • Technische Parameter
  • Geschwindigkeit
  • Reichweite
  • Motorleistung
  • Nutzergewicht und Zuladung
  • Zubehör
Hilfsmittel mit Krankenkassenzuschuss
Einige Elektromobile sind im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands gelistet. Diese Mobile verfügen über eine Hilfsmittelnummer und können von Ihrer Krankenkasse bezuschusst werden.

Verwendungszweck

Vor der Anschaffung sollten Sie sich außerdem folgende Frage stellen: Wofür möchte ich mein E-Mobil hauptsächlich nutzen? Benötigen Sie dies als Unterstützung für Ihre wöchentlichen Einkäufe, denken Sie beim Kauf an genügend Stauraum für Lebensmittel und Co. Praktisch sind Körbe oder Taschen, die Sie am E-Fahrzeug befestigen können. Beachten Sie hierbei auch die maximale Traglast. Diese sollte mit zusätzlichem Gepäck nicht überstiegen werden. Angeboten werden Modelle, die um die 150 kg befördern können.

Reichweite und Akku

Planen Sie ausgiebige Erkundungstouren, achten Sie auf die Batterie des Elektromobils. Auf dem Markt finden Sie Elektromobile mit Reichweiten zwischen 20 und 100 km. Praktisch an Modellen mit einer höheren Reichweite ist nicht nur, dass Sie unbesorgt lange Ausflüge genießen können: Ein Akku mit hoher Kapazität bedeutet für Sie auch selteneres Laden.

Outdoorfähigkeit und Komfort

Bei Fahrten auf unebenem Untergrund wie Schotter und Waldwegen empfehlen wir Ihnen außerdem, ein Modell mit großen Reifen zu wählen. Hindernisse wie z. B. Bordsteine können leichter überwunden werden und auch der Fahrkomfort für Sie ist deutlich angenehmer als bei E-Fahrzeugen mit kleinen Rädern. Ein geländegängiges Elektromobil ist beispielsweise Scoozy. Scoozy ist ein wahres Abenteuermobil und eine Mischung aus Elektromobil und Rollstuhl. Die 16 Zoll großen Räder sorgen für Sicherheit, sodass Sie Offroad viel Fahrspaß erleben. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen E-Mobilen wird Scoozy über einen Joystick gesteuert. Ihnen wird eine angenehme und entspannte Sitzposition gewährleistet, die Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich vorbeugt.

Elektromobil Scoozy im Wald

Reisetauglichkeit

Ein Manko dieser Gefährte liegt in der Größe: Elektromobile bzw. Scooter sind mit Maßen von ca. 125 cm x 135 cm nicht gerade klein. Ihre Reisetauglichkeit ist daher eingeschränkt. Möchten Sie Ihr Hilfsmittel mit in den Urlaub nehmen, benötigen Sie meist ein größeres Fahrzeug wie beispielsweise einen Van. Eine anschauliche Übersicht der einzelnen Arten von Elektromobilen für Erwachsene finden Sie übrigens hier.

Unterbringung und Laden der Akkus

Nach einer ausgiebigen Fahrt muss Ihr Hilfsmittel untergestellt und geladen werden. Die passende Unterstellmöglichkeit sollte wohlüberlegt sein: Vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt – das ist der ideale Ort, um ein Elektromobil zu parken und auch zu laden – denn nicht immer kann der Akku solcher Gefährte entnommen werden.

Elektrorollstuhl mit Motor

Neben einem E-Mobil unterstützt Sie auch ein Rollstuhl dabei, mobil zu bleiben. Insbesondere ein Modell, das elektrisch angetrieben wird, bringt Sie mühelos von A nach B. Ohne Muskelkraft können Sie weite Strecken zurücklegen und über Ihr gewohntes Umfeld hinweg vieles entdecken.

Die Steuerung elektrischer Modelle erfolgt meist über einen Joystick. So kann ein elektrischer Rollstuhl mit Joystick von Ihnen ganz leicht bedient werden. Dies ist vor allem für Personen wichtig, die über eine eingeschränkte Mobilität der Arme verfügen und herkömmliche Rollstühle nicht bewegen können. Personen mit einer Gehbehinderung erleichtert dies den Alltag, da eine unabhängige Fortbewegung wieder möglich ist.

Bedienmodul ergoflix-Rollstuhl

Elektrorollstuhl für draußen – Tipps vor dem Kauf

Sie möchten Ihren E-Rollstuhl vermehrt im Außenbereich nutzen? Ein Outdoor-Rollstuhl ist extra für die Nutzung im Außenbereich konzipiert: Unebenes Terrain kann leichter befahren werden, denn Eigenschaften wie die Beschaffenheit der Reifen sind anders. Vor dem Kauf sollten Sie sich über folgende Eigenschaften informieren:

  • Achten Sie auf einen leistungsstarken Motor und schauen Sie nach Modellen mit einer hohen Reichweite von 20 km oder mehr. Dann sind auch längere Ausflüge problemlos möglich. Ein weiterer Vorteil: Sie müssen die Akkus Ihres Hilfsmittels seltener aufladen.
  • Informieren Sie sich über die Reifengröße: Sind Vorder- und Hinterräder groß, können Sie auch unebenes Gelände bequem befahren. Hindernisse wie Bordsteine sind leichter zu überwinden.
  • Fragen Sie vor dem Kauf nach der Steigfähigkeit. Ist diese hoch, meistert Ihr Elektrorollstuhl auch hügeliges Gelände. Unterführungen oder Rampen können mit einem steigfähigen Modell einfach befahren werden.
  • Nutzen Sie den Rollstuhl draußen, denken Sie daran, dass Ihr Hilfsmittel auch in der kälteren Jahreszeit mit einer wärmeren Jacke genutzt wird. Der Rollstuhl sollte etwas breiter ausfallen – so sitzen Sie auch im Winter bequem.
  • Damit Sie auch in der Dämmerung gut sichtbar sind und das Geschehen auf Gehweg und Straße sehen, sollte Ihr Elektrorollstuhl über eine StVZO konforme Beleuchtung verfügen. Bei einigen E-Rollstühlen ist die Beleuchtung bereits integriert, bei anderen Modellen kann sie nachgerüstet werden.
  • Werden Sie bei einem Ausflug von einem Regenschauer überrascht, bewähren sich Elektrorollstühle mit der Schutzklasse IPX4. Diese Schutzklasse gibt an, dass Ihr Gefährt gegen allseitiges Spritzwasser geschützt ist. Achten Sie beim Kauf auf diese Angabe oder fragen Sie beim Fachhändler Ihres Vertrauens gezielt nach.
Rollstuhl outdoor

Elektrischer Rollstuhl im Straßenverkehr – das sollten Sie wissen

Elektrorollstühle gelten als Kraftfahrzeuge und unterliegen damit der Straßenverkehrsordnung. Möchten Sie Ihr motorisiertes Hilfsmittel im Straßenverkehr nutzen, benötigen Sie Lichter an Front und Heck des Rollstuhls, Blinker sowie Reflektoren.

Unabhängig von der Maximalgeschwindigkeit Ihres Hilfsmittels gilt: Sind Sie auf einem Gehweg unterwegs, halten Sie sich an die Schrittgeschwindigkeit. Diese liegt bei 6 km/h. Fährt Ihre Mobilitätshilfe schneller, reduzieren Sie auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen Ihre Geschwindigkeit. Sind Sie schneller als 6 km/h unterwegs, dürfen Sie nicht auf Gehwegen fahren, sondern müssen die Straße nutzen.

Nicht immer ist es für Rollstuhlfahrer möglich, auf dem Bürgersteig zu bleiben. Möchten Sie beispielsweise einen Zebrastreifen überqueren oder blockiert ein geparktes Auto den Fußgängerweg, müssen Sie auf die Straße ausweichen. Fahren Sie hier besonders vorsichtig und denken Sie daran, Ihre Beleuchtung einzuschalten.

Ob Sie bei der Nutzung Ihres elektrischen Rollstuhls im Straßenverkehr einen Führerschein oder gar eine Versicherung benötigen, beantworten wir hier für Sie.

E-Mobil oder Rollstuhl – eine individuelle Entscheidung

Ob Sie sich nun für ein Elektromobil oder einen Rollstuhl entscheiden, liegt ganz bei Ihnen. Denken Sie darüber nach, was Sie hauptsächlich mit Ihrem Hilfsmittel unternehmen möchten. Möchten Sie zusätzliches Gepäck transportieren, achten Sie auf die maximale Traglast. Elektrische Rollstühle sind häufig nicht dafür konzipiert, viel zusätzliches Gewicht z. B. durch Taschen oder Rucksäcke zu transportieren. Planen Sie, mit Ihrem Gefährt Einkäufe selbstständig zu erledigen, bieten Ihnen E-Mobile im Gegensatz zu Rollstühlen häufig Stauraum. Ein Elektromobil ist somit besser geeignet als ein Rollstuhl, wenn Sie Lebensmittel und andere Einkäufe transportieren möchten.

Ein elektrischer Rollstuhl ist wendiger und kompakter als ein Scooter, kann daher besser mit auf Reisen genommen werden. Wir raten Ihnen: Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung und sprechen Sie mit einem Fachberater eines Sanitätshauses, dann wissen Sie, ob ein Elektromobil oder ein Rollstuhl das richtige Hilfsmittel für Sie ist.

Sie benötigen Tipps zur Bezuschussung Ihres E-Scooters bzw. Rollstuhls über die Krankenkasse?

In den folgenden Artikeln haben wir die Beantragung über die Krankenkasse übersichtlich und Schritt für Schritt für Sie zusammengefasst:

Wir helfen Ihnen gerne beim Hilfsmittenantrag. Rufen Sie uns gerne an (02852 – 945 90 00) oder nutzen Sie doch einfach die Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf Sie!

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