Jetzt Probefahrt vereinbaren: 
02852 - 94590-00
ergoflix Logo
ergoflix Logo
Jetzt Probefahrt vereinbaren:
02852 - 94590-00
ergoflix Logo
Jetzt Probefahrt vereinbaren:
02852 - 94590-00
ergoflix Logo

Offroad-Rollstuhl – was ist möglich, was ist erlaubt?

26. August 2022
Pfad im Wald

Vom Schlafzimmer ins Badezimmer, von der Küche ins Wohnzimmer: Sind Sie von einer Gehbehinderung betroffen, können selbst kürzeste Strecken zur Herausforderung werden. Um sich in den eigenen vier Wänden fortzubewegen, eignen sich Indoor-Rollstühle besonders gut. Klein, leicht und wendig sind diese Hilfsmittel. Ideal, um durch den schmalen Hausflur zu gelangen und so im vertrauten Heim selbstständig zu bleiben. Doch vor allem bei schönem Wetter treibt es viele nach draußen. Die Natur genießen, Spazierfahrten im Wald unternehmen und Orte erkunden, die nicht auf der Karte eingezeichnet sind – die Abenteuerlust treibt uns an. Sind Sie gerne offroad mit Ihrem Rollstuhl unterwegs, sollten Sie wissen, was mit Ihrem Hilfsmittel möglich und erlaubt ist. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Offroad-Rollstuhl.

Was bedeutet eigentlich „offroad“?

Der Begriff offroad stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „abseits der Straße“. Konkret ist damit gemeint, im Gelände sowie auf unbefestigten Wegen unterwegs zu sein. Dazu zählen Untergründe wie

  • Sand,
  • Schlamm,
  • Gras,
  • Stein,
  • Kies und
  • Holz.
Grünen Rasen mit Offroad-Rollstuhl befahren
Über sandigen Boden mit dem Offroad-Rollstuhl

Diese Bodenbeschaffenheiten finden Sie beispielsweise am Strand, in Parks, im Wald, aber auch auf dem nahegelegenen Parkplatz – denn nicht jede Abstellmöglichkeit für Ihren PKW ist ordentlich gepflastert oder geteert. Schlaglöcher, in denen sich nach einem kräftigen Regenschauer das Wasser sammelt und Schotter machen das Befahren von Parkplätzen für Rollstuhlfahrer mit einem herkömmlichen Rollstuhl zu einem unangenehmen Erlebnis. Möchten Sie mit Ihrem Rollstuhl offroad unterwegs sein oder auch im Alltag den Komfort dieser Modelle genießen, sollten Sie die Unterschiede kennen.

Welche Modelle gibt es und was können diese?

Der Markt bietet verschiedenste Rollstuhl-Modelle und orientiert sich an den individuellen Präferenzen der Fahrer. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der Rollstuhlarten vor, die für eine Offroad-Fahrt geeignet sind.

Handbetriebene Offroad-Rollstühle

Handbetriebene Geländerollstühle werden durch reine Muskelkraft angetrieben. Sie eignen sich für Personen, die eine gute Greiffunktion haben und den Rollstuhl aktiv verwenden, um körperlich fit zu bleiben. Zu erwerben gibt es beispielsweise Modelle mit einem Hebelantriebssystem.

Der Rahmen vieler handbetriebener Offroad-Modelle ist aus Aluminium gefertigt. Dies macht den Rollstuhl einerseits leicht, sorgt aber auch für die nötige Stabilität. Schließlich muss Ihr Hilfsmittel viel aushalten, wenn Sie über Stock und Stein fahren. Unebenheiten werden bei manchen Modellen durch große Mountainbikereifen und eine Federung abgefangen. Das grobe Profil der Reifen sorgt für Kontrolle – vor allem auf schlammigem Untergrund. So genießen Sie auch bei einer Spazierfahrt im Wald Komfort.

Bei einigen Anbietern können Sie sogar eine Wunschausrüstung zusammenstellen lassen und so Zubehöre wie eine Gepäckablage erwerben. Damit sind Sie für längere Ausflüge bestens ausgerüstet und können z. B. Proviant bequem transportieren. Für ein solches Modell müssen Sie mit einem vierstelligen Betrag rechnen.

Elektrischer Offroad-Rollstuhl

Ein Offroad-Elektrorollstuhl wird – wie der Name schon vermuten lässt – rein elektrisch angetrieben. Es ist keine Muskelkraft notwendig, um den Rollstuhl zu manövrieren und die Natur zu erkunden. Vorteilhaft ist dies vor allem für Personen, die nicht über ausreichend Kraft verfügen, um von A nach B zu gelangen. Aber auch Personen, die im Alltag einen handbetriebenen Rollstuhl verwenden, profitieren von einem Offroad-Elektrorollstuhl: Vor allem bergiges Gelände kann dank Motor erkundet werden.

Gelenkt wird ein geländefähiger Elektrorollstuhl häufig über einen Motorradlenker.  Sie als Fahrer haben dadurch mehr Halt als bei der Steuerung über einen Joystick. Aber auch das Manövrieren mittels Joysticks ist bei vielen Modellen üblich.

Elektrische Modelle für den unwegsamen Außenbereich sind kostspielig: Sie können mit Preisen um die 15.000 Euro rechnen.

Unser Tipp
Verfügt das Hilfsmittel der Wahl über eine Hilfsmittelnummer, kann es von Ihrer Krankenkasse bezuschusst werden. Informieren Sie sich einfach bei Ihrer Versicherung oder einem qualifizierten Berater im Sanitätshaus.

Segway-Rollstuhl – Ein spezieller Offroad-Rollstuhl

Manuell betriebene Geräte, wie auch Modelle mit einem elektrischen Antrieb, basieren auf unterschiedlichen Technologien. Beliebt sind beispielsweise Segway-Rollstühle. Ihr Vorteil liegt in der Wendigkeit. Damit sind schmale Pfade leicht passierbar. Durch Gewichtsverlagerung nach vorne, bewegt sich auch der Rollstuhl nach vorne. Je weiter Sie Ihren Oberkörper nach vorne verlagern, desto schneller fährt auch der Segway-Rollstuhl. Lehnen Sie sich nach hinten, bremsen Sie bzw. fahren rückwärts.

Der Vorteil eines solchen Modells liegt in der aktiven Rumpfbewegung des Fahrers, wodurch die Stabilität erhöht wird. Voraussetzung für die Steuerung ist jedoch, dass der Fahrer über eine ausreichende Kontrolle seines Oberkörpers verfügt. Nicht zu unterschätzen ist der Kraftaufwand, der von Ihnen als Rollstuhlfahrer durch die aktiven Lenkbewegungen geleistet werden muss. Rollstühle mit einem Segway-Untersatz eignen sich u. a. für Menschen mit folgenden Krankheitsbildern:

  • Gehbehinderung
  • ALS
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Tetraplegie und Paraplegie
  • Schlaganfall
  • Hüft- und Kniegelenksarthrose

Handbetriebener Geländerollstuhl mit Elektromotor

Der Markt bietet darüber hinaus Hybridmodelle: Nutzen Sie lediglich den Elektromotor für den Antrieb, sorgt ein Lithium-Ionen-Akku für die nötige Power. Möchten Sie auch manuell Kraft aufwenden und von der elektrischen Unterstützung Gebrauch machen, können Sie auch im Hybridmodus fahren – ganz nach Ihrem Belieben und Ihren Bedürfnissen. So wird Ihnen eine noch angenehmere Fortbewegung ermöglicht. Gleichzeitig wird Ihr Aktionsradius durch diese Art von Offroad-Rollstuhl erweitert. Diese speziellen Rollstühle können ab einem fünfstelligen Betrag erworben werden.

So vielfältig wie der Markt sind auch die Preise. Diese variieren je nach Ausstattung und sind z. B. abhängig von der Kapazität des Energiespeichers: Wählen Sie ein Modell mit hoher Reichweite, müssen Sie auch bereit sein, mehr zu zahlen. Weitere Faktoren, die den Preis bestimmen sind u. a.

  • Hersteller,
  • Modelltyp,
  • Ausstattung sowie
  • technische Spezifikationen wie
  • Motorleistung,
  • Bremssystem,
  • Geschwindigkeit und die
  • Art der Lenkung.

Wir empfehlen Ihnen: Informieren Sie sich bei einem Fachhändler, um nicht den Überblick zu verlieren und auch das Modell zu finden, das Ihren Vorhaben gerecht wird. In einem Sanitätshaus haben Sie die Möglichkeit, die einzelnen Offroad Rollstühle Probe zu fahren.

Wo darf ich mit meinem Offroad-Rollstuhl unterwegs sein?

Einen manuellen Rollstuhl dürfen Sie überall dort nutzen, wo auch Fußgänger zulässig sind. Haben Sie ein motorisiertes Modell, gilt dies laut § 1 Abs. 2 StVG   als Kraftfahrzeug. Das bedeutet: Sie unterliegen mit Ihrer Mobilitätshilfe der Straßenverkehrsordnung und müssen die einschlägigen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften beachten (Seite 2 VdTÜV-Merkblatt Elektromobile Fahrzeug 761, Stand: 10.2009). In Schrittgeschwindigkeit, also mit maximal 6 km/h, dürfen Sie dort fahren, wo auch Fußgängerverkehr erlaubt ist. Achten Sie auch hier darauf, die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen.

Möchten Sie mit Ihrem Offroad-Rollstuhl unwegsamere Wege z. B. Wanderpfade befahren, klären Sie zuvor mit Ihrer Versicherung den Versicherungsschutz Ihres Fahrzeugs ab. Allgemein gilt: Überschätzen Sie nicht die Fähigkeiten Ihres geländegängigen Rollstuhls. Auch wenn Sie sich für ein Modell mit hochwertiger Ausstattung entscheiden, sind nicht alle Wege, die von Fußgängern erreicht werden können, gleichermaßen mit Ihrer Outdoor-Mobilitätshilfe erreichbar. Schmale und steile Bergpfade sollten Sie lieber meiden – denn nicht nur Ihr Rollstuhl könnte Schaden nehmen.

Unser Tipp: Viele Reiseveranstalter bieten geführte Touren für Rollstuhlfahrer an. Informieren Sie sich doch einfach in Ihrem Reisebüro um die Ecke oder im Internet über einen Ausflug mit Ihrem Offroad-Rollstuhl.

Mobilität zurückgewinnen dank faltbarem Elektrorollstuhl

Sie möchten mehr über Mobilität im Rollstuhl erfahren und interessieren sich für einen Outdoor-Rollstuhl? Dann könnten folgende Beiträge passend für Sie sein:

Geschrieben von:
Mareen Autor
Mareen
Content-Marketing Spezialistin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an
02852 - 94590-00

Wir sind von Montag bis Freitag von: 08:30 - 18:00 Uhr für Sie da.
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram