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Behindertenparkausweis: Beantragung, Voraussetzungen und Nutzung

10. Dezember 2021
Elektrorollstuhl ergoflix® Behinderten ausweis

In der Nähe zu Eingangstüren parken zu können, erleichtert vielen Menschen mit Behinderung den Alltag maßgeblich. Behindertenparkplätze sollen genau das gewährleisten und sichern, dass ausreichend Platz zum Ein- und Aussteigen vorhanden sind. Doch um einen solchen nutzen zu dürfen, ist ein Behindertenparkausweis die Grundvoraussetzung – und diesen erhält nicht jeder.

Welche Voraussetzungen zur Beantragung gegeben sein müssen und ob diese für Sie infrage kommt, erfahren Sie hier.

Wer darf auf einem Behindertenparkplatz parken?

Entgegen einer gängigen Annahme berechtigt ein Schwerbehindertenausweis Sie nicht automatisch, auf einem Behindertenparkplatz zu parken. Nur mit dem blauen EU-Parkausweis dürfen Sie Ihr Auto auf gekennzeichneten Parkflächen abstellen – und das in allen Ländern der Europäischen Union und in einigen darüber hinaus.

Sollten Sie selbst nicht mit dem Pkw fahren (können), darf der Parkausweis von der Person genutzt werden, die Sie befördert. Trotzdem müssen Sie ihn beantragen.

Um das tun zu können, muss mindestens eine der folgenden Eigenschaften auf Sie zutreffen:

  • außergewöhnliche Gehbehinderung (Merkzeichen aG im Schwerbehindertenausweis)
  • Blindheit (Merkzeichen Bl im Schwerbehindertenausweis)
  • beidseitig fehlende Gliedmaßen (Amelie)
  • Fehlbildung der Gliedmaßen (Phokomelie)

In den meisten Fällen wird ein Parkplatz für Schwerbehinderte von Menschen mit Rollstuhl genutzt. Sie befinden daher nicht nur in der Nähe eines Gebäudes, sondern haben außerdem größere Maße als der Standard. So werden das Ein- und Aussteigen und auch das Verladen des Hilfsmittels erleichtert.

Wie beantragt man einen Behindertenparkausweis?

Trifft eine der oben genannten Voraussetzungen auf Sie zu, können Sie sich um eine Beantragung kümmern. Abhängig vom Bundesland ist dafür entweder das Straßenverkehrsamt oder das Ordnungsamt Ihr Ansprechpartner.

Bei der entsprechend zuständigen Behörde reichen Sie (oder eine bevollmächtigte Person) einen unterschriebenen formlosen Antrag ein. Auf diesem sollte Ihr Anliegen kurz erklärt und begründet werden.

Außerdem müssen Sie folgende Unterlagen vorweisen können:

  • Schwerbehindertenausweis mit einem der oben genannten Merkzeichen …
  • … oder Nachweis über beidseitige Amelie oder Phokomelie
  • Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
  • Bescheinigung zur Gleichstellung
  • Passbild

Die Beantragung ist für Sie kostenlos und der Behindertenparkausweis für fünf Jahre gültig. Nach Ablauf dieser Frist müssen Sie einen neuen beantragen. Zu dem entsprechenden Termin sollten Sie den abgelaufenen Ausweis mitbringen.

So nutzen Sie den Parkausweis für schwerbehinderte Menschen

Mit dem Ausweis dürfen Sie auf gekennzeichneten Flächen parken. Diese erkennen Sie meist an einem Piktogramm eines Rollstuhls, das sich entweder auf dem Boden oder auf einem Schild befindet.

Kennzeichnung eines Behindertenparkplatzes.

Aber Achtung: Steht auf einem solchen Schild eine Ergänzung wie: „Mit Parkausweis Nr. …“ oder der Angabe des Kennzeichens, handelt es sich um einen personenbezogenen Behindertenparkplatz. Diesen dürfen Sie nur nutzen, wenn er auf Ihren Namen angemeldet ist.

Sollte sich in der Nähe kein Behindertenparkplatz befinden, dürfen Sie in Deutschland außerdem einige Sonderrechte wahrnehmen. Demnach können Sie auf folgende Flächen ausweichen:

  • eingeschränktes Halteverbot (für bis zu 3 Stunden)
  • Fußgänger- und Ladezonen (während der Ladezeit)
  • Plätze mit Parkuhren oder Automaten (ohne Gebühren und zeitliche Begrenzung)
  • außerhalb gekennzeichneter Flächen in verkehrsberuhigten Zonen

Außerdem kann die zugelassene Parkdauer straffrei überschritten werden.
Voraussetzung für diese Punkte ist allerdings auch, dass Sie mit dem Abstellen des Autos nicht den Verkehr behindern oder gefährden.

In allen Fällen muss der Parkausweis gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden.

Alternative: die orangene Ausnahmegenehmigung

Sie bekommen keinen Behindertenparkausweis zugesagt? In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, eine orangene Parkerleichterung zu beantragen. Diese berechtigt Sie allerdings nicht, Ihr Auto auf einem für Behinderte gekennzeichneten Parkplatz abzustellen. Stattdessen erhalten Sie einige Sonderrechte. Von diesen dürfen Sie Gebrauch machen, wenn in zumutbarer Entfernung keine Parkmöglichkeit vorhanden ist.

Sie können dann beispielsweise an folgenden Stellen parken:

  • gebührenlos und zeitunabhängig an Parkuhren und Parkscheinautomaten
  • bis zu drei Stunden im eingeschränkten Parkverbot
  • im verkehrsberuhigten Bereich auch außerhalb der gekennzeichneten Parkflächen
  • in Fußgängerzonen während der Ladezeit

Wichtig ist, dass Sie bei zeitlicher Begrenzung neben dem Ausweis auch eine Parkscheibe ins Fenster legen.

  • Einen solchen orangenen Parkausweis können Sie beantragen, …
  • mit Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung von mindestens 80 für Funktionsstörungen an unteren Gliedmaßen und Lendenwirbeln
  • mit Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung von mindestens 70, wenn zu der o. g. Funktionsstörung ein Grad der Behinderung von 50 für Funktionsstörung von Herz und Atemorgane hinzukommt
  • mit einem Grad der Behinderung ab 70 für zeitgleich einen künstlichen Darmausgang und eine künstliche Harnableitung
  • mit einem Grad der Behinderung ab 60 für Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn

Parken ohne Behindertenparkausweis

Bis zu drei Minuten dürfen Sie auf einer für Menschen mit Behinderung gekennzeichneten Parkfläche halten. Allerdings nur, wenn in diesem Zeitraum keine berechtigte Person Anspruch auf diese erhebt.

Grundsätzlich müssen Sie beim rechtswidrigen Parken ohne Behindertenparkausweis mit einem Bußgeld rechnen. In diesem Fall verstoßen Sie gegen die Straßenverkehrsordnung, was Sie 35 € kostet.
Im schlimmsten Szenario können Sie sogar abgeschleppt werden und müssen für die zusätzlich entstandenen Kosten aufkommen.

Sollten Sie demnach darauf angewiesen sein, in Gebäudenähe parken zu können, sollten Sie eine der oben genannten Möglichkeiten zwingend in Betracht ziehen.

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Geschrieben von:
Mareen Autor
Mareen
Content-Marketing Spezialistin

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