Mareen Autor
von:
Mareen Hebing
(zertifizierte Medizinprodukteberaterin)

Für die optimale Nutzung in der Wohnung: Rollstuhl schmal und handlich

29. Juli 2022
Lesezeit: 4 Minuten
Zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2024
Rollstuhl-schmal-Blogbeitrag

Noch lange nicht jedes Wohngebäude ist barrierefrei, geschweige denn rollstuhlgerecht. Bist Du auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen, kann genau dieser Umstand ein großes Problem darstellen. Im eigenen Zuhause sollst Du Dich schließlich wohlfühlen – und dazu gehört es, sich uneingeschränkt fortbewegen zu können. Vor allem Türen und enge Durchgänge können Dir den Alltag allerdings erschweren und auf Dauer zu einer psychischen Belastung werden.

Mit der Nutzung eines schmalen Rollstuhls in der Wohnung kannst Du dem entgegenwirken. Viele Hersteller bieten Dir heutzutage besonders handliche Modelle. Darunter findest Du sowohl manuelle als auch elektrische Rollstühle.

Das Wichtigste in Kürze
• Ein Rollstuhl für die Wohnung sollte schmal und wendig sein.
• Achte bei einem Kauf auf die Maße, sodass Du Dich ideal in kleinen Räumlichkeiten fortbewegen kannst.
• Obwohl ein Modell für den Innenbereich schmal sein sollte, kann es mit hohem Komfort einhergehen.

Welche Maße ermöglichen eine einfache Nutzung in der Wohnung?

Was genau als schmal definiert werden kann, ist immer auch Ansichtssache. In dem beschriebenen Fall ist das abhängig von den engsten Stellen in Deiner Wohnung. Anhand dieser kannst Du entscheiden, ob der von Dir gewählte Rollstuhl die passenden Maße hat oder es zu Platzproblemen kommen könnte.

Besonders ausschlaggebend sind hierbei Türen und Durchgänge. Meistens haben diese gängige Standardbreiten. Diese liegen bei einflügligen Innentüren bei:

  • 61 cm
  • 73,5 cm
  • 86,0 cm
  • 98,5 cm

Als barrierefrei gelten hierbei Türen ab 80 cm, rollstuhlgerecht sind sie ab 90 cm Breite. Darüber hinaus gibt es außerdem Sondermaße.

Um herauszufinden, ob in Deiner Wohnung Standardtüren verbaut sind und wie breit diese sind, solltest Du diese abmessen. Abhängig davon, wie viel Platz im Rahmen vorhanden ist, solltest Du einen entsprechend schmalen Rollstuhl wählen.

Schmaler Rollstuhl und trotzdem hoher Komfort?

Ein Trugschluss ist, dass ein in der Breite reduziertes Modell an Sitzfläche einbüßt. Und weil bequemes Sitzen nicht nur aus komfortablen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen wichtig ist, legen viele Hersteller großen Wert auf diesen Faktor. Mittlerweile findest Du auf dem Markt so viele verschiedene Ausführungen, dass Deine Auswahlmöglichkeit sehr groß ist.

Dabei musst Du Dich keineswegs nur auf manuelle Modelle beschränken. Auch Elektrorollstühle sind bei Weitem nicht mehr so sperrig wie früher. Stattdessen erhältst Du sie in handlicher und sogar zusammenfaltbarer Ausführung. So lassen sie sich nicht nur bequem durch enge Passagen lenken, sondern auch platzsparend verstauen.

Als Beispiel: Der schmale elektrische Rollstuhl ergoflix® Mi2 aus dem ergoflix-Sortiment ist 59,5 cm breit. Schaue Dir gerne unsere Modellübersicht an und informiere Dich über die unterschiedlichen Sitzbreiten. Du findest dort für die Wohnung geeignete Elektrorollstühle mit Hilfsmittelnummer. Du möchtest weitere Infos? Dann kontaktiere uns gerne: 02852 9459000. Wir freuen uns auf Dich.

Schmaler Rollstuhl für die Wohnung – Dein wendiger Wegbegleiter

Um in der Wohnung mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein, eignen sich schmale Wegbegleiter ganz besonders. Indoor-Rollstühle haben meist kleine Räder und sind daher besonders wendig. Im Video lernst Du den beliebten Rollstuhl ergoflix® Mi2 kennen, der hervorragende Innenraum-Eigenschaften mit sich bringt.

Rollstuhl nicht schmal genug für die Wohnung – was dann?

Sollte trotz eines schmalen Rollstuhls die Wohnungsnutzung nicht so einfach möglich sein, kann ein Umbau die Lösung sein. Lebst Du zur Miete, musst Du Dein Vorhaben zunächst mit dem Vermieter absprechen. § 554a BGB sieht vor, dass bauliche Anpassungen genehmigt werden müssen, wenn nur durch sie der Gebrauch der Wohnung gewährleistet wird. Nur ein begründeter Einwand kann ein Ablehnen rechtfertigen und dies in der Regel nur, wenn die Maßnahmen beispielsweise im Treppenhaus umgesetzt werden sollen.

Im Zuge eines Umbaus zu einer rollstuhlgerechten Wohnung können Türen und Durchgänge entsprechend verbreitert werden. Die damit einhergehenden Kosten muss Dein Vermieter allerdings nicht tragen. Falls nicht anders vereinbart, liegen diese in Deiner Verantwortung. Ebenso verhält es sich damit, die Wohnung im Falle eines Umzugs wieder in den Ursprungszustand bringen zu müssen. Dafür kann der Vermieter eine Erhöhung Deiner zu leistenden Kaution anstoßen.

Es ist empfehlenswert, das konkrete Vorhaben persönlich mit Deinem Vermieter zu besprechen und alle Vereinbarungen schriftlich festzuhalten. Außerdem kannst Du Dich über entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Mehr zum Thema erfährst Du in unserem Blogbeitrag Wohnung rollstuhlgerecht umbauen: ein Überblick über Deine Möglichkeiten.

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