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Rehasport nach Schlaganfall

2. September 2022
Rehasport nach einem Schlaganfall unter Anleitung

Der Umgang mit den Folgen eines Schlaganfalls ist weder für Betroffene noch Angehörige einfach. Lähmungserscheinungen, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen treten häufig nach der Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn auf. Dies kann beispielsweise durch eine verstopfte Arterie (ischämischer Schlaganfall) oder eine geplatzte Arterie (hämorrhagischer Schlaganfall) geschehen. In Deutschland sind jährlich rund 270.000 Menschen von einem Schlaganfall betroffen.

Eine Reha nach einem Schlaganfall ist eine geeignete Maßnahme, um unter Anleitung Übungen durchzuführen und so Gehfähigkeit, Koordination sowie Motorik zu verbessern. Welche Übungen sind nach einem Schlaganfall sinnvoll? Wie lange zahlt die Krankenkasse die Reha nach einem Schlaganfall? Und wie beantrage ich Rehasport nach einem Schlaganfall? Diese Fragen beantworten wir in diesem Blogbeitrag für Sie.

Reha nach Schlaganfall

In der entsprechenden Abteilung eines Krankenhauses (Stroke Units) oder spezialisierten Einrichtungen findet die Akutbehandlung von Schlaganfall-Patienten statt. Für etwa ein Viertel der Erkrankten ist jedoch eine anschließende Rehabilitation notwendig. Nach der Behandlung des Schlaganfalls im Krankenhaus sollten Sie direkt mit der Rehabilitation beginnen. Je weniger Zeit zwischen Diagnose und Beginn der Rehamaßnahmen verstreicht, desto höher sind die Erfolgschancen der Behandlung. Konkret soll der erhöhte Zustand der Neuroplastizität des Gehirns genutzt werden.

Interessant: Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst neu zu vernetzen und so Aufgaben beschädigter Areale durch nicht beschädigte zu übernehmen. Zu Beginn der Rehabilitation ist die Neuroplastizität erhöht, da das Gehirn über die Eigenschaft verfügt, sich schnell von den Verletzungen erholen zu wollen.

Eine Rehabilitation (kurz: Reha) umfasst medizinische Leistungen, die der Wiederherstellung verlorengegangener und gestörter Fähigkeiten dienen soll. In Bezug auf einen Schlaganfall kann eine Kombination aus folgenden Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Physiotherapie
  • Rehasport

Reha nach Schlaganfall beantragen

Eine Rehabilitation muss zuvor beim Kostenträger z. B. Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Befinden Sie sich in einer Akutklinik, wird der Reha-Antrag von Ihrem Arzt gestellt. Unterstützt wird dieser dabei von dem Sozialdienst. Wurden Sie bereits aus dem Krankenhaus entlassen und sollen erst später Reha-Maßnahmen eingeleitet werden, hilft Ihnen Ihr behandelnder Arzt bei dem Antrag. Ein weiterer Fall: Sie arbeiten nach dem Schlaganfall wieder und stellen erst später kognitive Beeinträchtigungen fest. Auch dann können Sie mit einer Reha beginnen. Um entsprechende Wiedereingliederungs-Maßnahmen aus der Arbeitsfähigkeit zu beantragen, wenden Sie sich an Ihren Betriebsarzt oder die zuständige Rentenversicherung. Dort erhalten Sie Unterstützung und erfahren Genaueres über den Ablauf der Rehabilitation.

Für die Beantragung gibt es – je nach Kostenträger – unterschiedliche Formulare. Wir empfehlen: Schauen Sie auf der Webseite regionaler Beratungsstellen oder direkt vor Ort nach. Sind Sie sich unsicher, wer für Sie zuständig ist und welchen Antrag es auszufüllen gilt, suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt.

Reha nach Schlaganfall – Dauer der Maßnahmen

In der Regel befinden Sie sich in den ersten Wochen nach dem Schlaganfall im Krankenhaus und werden dort von Ärzten und Schlaganfall-Spezialisten untersucht. Das Team schätzt Ihre Fähigkeiten ein und berät Sie konkret darüber, welche Rehabilitationsmaßnahmen für Sie in Frage kommen und welche Einrichtung die richtige für Sie nach der Krankenhausentlassung ist. Hier gibt es – je nach Schwere des Hirnschlags – verschiedene Möglichkeiten:

Ambulante Rehabilitation

Eine ambulante Reha nach einem Schlaganfall kommt für Sie in Frage, wenn Sie sich schnell erholen und Sie kurz nach der Erkrankung zu einem hohen Maß selbstständig sind. Rehamaßnahmen wie Sport können von Ihnen nach Bedarf ausgeführt werden. Dazu suchen Sie eine Klinik auf und können diese am selben Tag wieder verlassen. Eine ambulante Reha ist somit auch nach einem leichten Schlaganfall empfehlenswert.

Teilstationäre Rehabilitation

Diese Art der Wiedereingliederungsmaßnahme umfasst wenig intensive Trainingseinheiten, die circa ein bis zwei Stunden pro Tag in Anspruch nehmen. Bei dieser Art der Rehamaßnahme gehen Sie zum Schlafen nach Hause und befinden sich auch am Wochenende nicht in der Einrichtung. Eine solche Maßnahme kommt für Sie in Frage, wenn Sie ausreichend mobil sind: Sie können sich eigenständig anziehen, waschen und essen.

Stationäre Rehabilitation

Haben Sie einen schweren Hirnschlag erlitten, empfiehlt sich eine stationäre Rehaeinrichtung. Mehrere Stunden täglich kümmert sich ein Expertenteam um Ihre Genesung. Während des gesamten Behandlungszeitraums übernachten Sie in der Spezialklinik und werden dort verpflegt. In Rehakliniken finden Sie Spezialisten, die sich mit dem richtigen Umgang mit Menschen nach einem Schlaganfall auskennen: Sie wissen, welche Ernährung und welche Übungen nach einem Schlaganfall wichtig sind. Je nach Defizit unterscheidet sich die Dauer der Reha.

Wir empfehlen: Hören Sie mit den Übungen nicht auf, sobald Sie die Rehaklinik oder eine andere Einrichtung verlassen haben. Regelmäßiges Training ist wichtig, um kognitive wie auch motorische Fähigkeiten zu verbessern. Vor allem in den ersten drei Monaten kann dann eine schnelle Verbesserung zu erkennen sein, da hier die Plastizität Ihres Gehirns am größten ist. Aber auch darüber hinaus sollten Sie weiterhin Sprach-, Physio- sowie Ergotherapie machen. Je nach Defiziten und Verbesserungen kann eine Therapie mehrere Jahre andauern. Lassen Sie sich davon jedoch nicht entmutigen und freuen Sie sich über jeden Fortschritt, den Sie machen.

Wie lange dauert die Genesung nach einem Schlaganfall?

Kleinigkeiten im Alltag wie beispielsweise den Haushalt eigenständig meistern oder sogar das selbstständige Anziehen am Morgen werden zur Herausforderung. Daher fragen sich viele Schlaganfall-Patienten und deren Angehörige, wie lange die Genesung nach einem Hirnschlag dauert.

Diese Frage ist natürlich nicht pauschal zu beantworten. Die Genesungsdauer hängt von diversen Faktoren ab. Diese sind u. a.:

  • Ausdehnung des Schlaganfalls (z. B. durch NIH-Schlaganfall-Skala zu ermitteln)
  • Lokalisation des Schlaganfalls
  • Alter des Patienten
  • Gesundheitszustand des Patienten vor dem Hirnschlag
  • Fortschritte während der Behandlung

Haben Sie einen leichten Schlaganfall erlitten, sind Sie in der Regel schneller erholt als Personen, bei denen größere Gehirnareale beschädigt wurden.

Eine geeignete Therapiemaßnahme, um Betroffene wieder mobil zu machen, bietet Rehasport. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie, welchen Umfang die Sporteinheiten haben und wie Sie Rehasport nach einem Schlaganfall beantragen.

Rehasport – effektive Maßnahme nach einem Schlaganfall

Rehabilitationssport – oder kurz Rehasport – nach einem Schlaganfall bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen durch Sport und Spiele die Mobilität zu verbessern. Zudem kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Das bedeutet konkret: Schädigungen der Apoplexie kann gezielt entgegengewirkt werden. Die Wahrscheinlichkeit, schneller wieder auf die Beine zu kommen, ist höher, als wenn Sie keinen Sport betreiben. Ihre Koordination und Motorik können gezielt angesprochen werden.

Gut zu wissen: Rehasport gilt als zuzahlungsfreie Sachleistung, die von Ihrem Arzt verordnet und von Ihrer Krankenkasse übernommen wird.

Mann beim Sport

Durch Rehabilitationssport mobilisieren Sie verschiedene Körperregionen, die nach einem Schlaganfall eingeschränkt sind. Sie fordern aber auch Ihr Gehirn und damit Ihre kognitive Leistungsfähigkeit. Schlaganfall-Patienten bietet Rehasport zudem folgende Vorteile:

  • Anleitung der Übungen durch qualifizierte Trainer
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Wiederherstellung motorischer Funktionen
  • Verbesserung der Wahrnehmung und des Körpergefühls
  • Mindern neurologischer Folgen (z. B. Spastiken, Kraftminderung, Koordinationsstörungen)
  • Erhöhung der Lebensqualität
  • Senkung des Risikos eines erneuten Schlaganfalls und Folgeerkrankungen
  • Sozialer Austausch mit Übungsleitern und Betroffenen
  • Förderung der mentalen Gesundheit

Wie laufen die Übungseinheiten ab?

Unter Anleitung werden Ihnen mindestens 45 Minuten lang verschiedene Übungen gezeigt. In Ruhe können Sie jede Übung mitmachen und Ihrem Trainer Fragen stellen, wenn Ihnen eine Übung nicht klar ist oder Sie nicht hinterherkommen. Das Gute: Ihr Übungsleiter geht auf die Geschwindigkeit und die individuellen Bedürfnisse eines jeden einzelnen ein. Viele der Übungen können auch im Rollstuhl oder auf einem Stuhl im Sitzen ausgeübt werden. Der Rehasport wird in einer kleinen Gruppe mit circa 10 weiteren Schlaganfall-Patienten durchgeführt. So bietet das Training Ihnen auch die Möglichkeit für sozialen Austausch mit anderen Betroffenen. Sie können Ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig Tipps geben und knüpfen vielleicht sogar neue Freundschaften.

Übrigens: Die angebotenen Sportarten für Schlaganfall-Patienten sind sehr vielseitig. Von Bewegungsspielen im Sitzen bis hin zu Wassergymnastik – wählen Sie die Sportart aus, die für Sie angenehmer ist und besser zu Ihrem Krankheitsverlauf passt. Ihr Arzt wird Empfehlungen aussprechen und geeignete Kurse vorschlagen.

Hören Sie auch nach den Sporteinheiten nicht mit Ihrem Training auf. Fragen Sie Ihren Kursleiter nach Übungsblättern, die Übungen nach einem Schlaganfall zeigen. So können Sie auch zuhause weiter trainieren.

Wie beantrage ich Rehasport nach einem Schlaganfall?

Wie eingangs erwähnt, muss Ihr behandelnder Arzt eine Verordnung für Rehabilitationssport ausstellen. Von ihm wird das Formblatt „Muster 56“ ausgefüllt sowie folgende Informationen notiert:

  • Diagnose nach ICD10 sowie weitere Diagnosen (falls vorhanden)
  • Gründe, Ziele und Dauer des Rehabilitationssports
  • Empfehlung der jeweiligen Sportarten

Hat Ihr Arzt die benötigten Dokumente ausgefüllt, können Sie sich auf die Suche nach einem Sportverein machen, der entsprechende Kurse anbietet. Fragen Sie hierzu am besten bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse nach. Eine weitere Möglichkeit: die Online-Suche. Mittlerweile können Sie über Plattformen wie über den Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V.  online Kursangebote finden. In einem kurzen Fragebogen geben Sie an, welche Maßnahme Ihnen empfohlen wurde, welches Krankheitsbild Sie haben und in welchem Ort die Rehamaßnahme stattfinden sollte.

Haben Sie das für Sie passende Angebot gefunden, melden Sie sich bei dem Kursinhaber und geben Sie das vom Arzt ausgefüllte Formular Ihrer Krankenkasse. Ihre Krankenkasse muss die Verordnung nun noch genehmigen und Sie können kostenlos am Rehasport teilnehmen.

Interessant: In der Regel verschreibt Ihr Arzt insgesamt 50 Übungseinheiten für einen Zeitraum von 18 Monaten. Bei schweren Krankheitsverläufen können auch 120 Einheiten für 36 Monate verschrieben werden.

Fazit

Wie lange und wie oft eine Reha nach einem Schlaganfall sinnvoll ist, hängt von Ihren Defiziten sowie der Schnelligkeit der Erholung ab. Ebenso die Frage, ob die Maßnahmen ambulant oder stationär ausgeführt werden können, ist in jedem Einzelfall zu beantworten. Ist Ihr Sprachzentrum betroffen, suchen Sie Rat bei einem Logopäden. Dieser unterstützt Sie bei der Rückgewinnung Ihrer Sprachfähigkeit. Aber auch Bewegung sollten Sie keinesfalls vernachlässigen, denn schließlich regt diese die Durchblutung Ihres Gehirns an und sorgt dafür, dass sich Areale vernetzen können. Rehasport nach einem Schlaganfall ist daher eine effektive Maßnahme, um Körper und Geist zu mobilisieren. Regelmäßige Übungen helfen dabei, motorische Abläufe zu festigen und fördern Ihre Selbstständigkeit. Egal, wie groß Ihre Fortschritte sind, machen Sie weiterhin Übungen und nehmen Sie an den angebotenen Therapiemaßnahmen teil.

Sie benötigen nach einem Schlaganfall eine passende Mobilitätshilfe? In dem Beitrag Schlaganfall – mit dem Rollstuhl zu mehr Mobilität und Selbstständigkeit? erfahren Sie, welche Rollstuhlarten es gibt und wie ein solches Hilfsmittel zu mehr Mobilität verhelfen kann. Auch interessant könnten folgende Beiträge sein:

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Geschrieben von:
Mareen Autor
Mareen
Content-Marketing Spezialistin

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