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Welchen Pflegegrad benötige ich für einen Rollstuhl?

Pflegegrad Rollstuhl: Dieses Bild zeigt eine Person in einem manuellen Rollstuhl

Ein Rollstuhl bedeutet für viele Menschen Selbstständigkeit, Lebensqualität, Flexibilität und noch vieles mehr. Eben ein Alltagsbegleiter, mit dem Sie sich unbeschwert fortbewegen können.

Wer kurz- oder langfristig auf einen Rollstuhl angewiesen ist, stellt sich schnell die Frage nach der Finanzierung. Je nach Art des Handicaps kann die Anschaffung eines Rollstuhls mit hohen Kosten verbunden sein. Rollstühle, die sich an Personen mit speziellen Krankheitsbildern richten, haben eine sehr große Preisspanne und können mehrere tausend Euro kosten.

Bezuschusst die Pflegekasse einen Rollstuhl? Benötige ich in diesem Fall einen Pflegegrad? Und wie würde das generell ablaufen? Wichtige Fragen, denen wir für Sie in diesem Blogbeitrag auf den Grund gehen.

Diagnose Rollstuhl – was dann?

Ob durch eine Erkrankung oder einen Unfall – die Gründe, warum Menschen auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können sehr vielfältig sein.

Viele Betroffene sind zunächst überfordert mit der Situation: Nicht nur die psychische Belastung ist enorm. Auch der Bürokratie-Dschungel, der zur Beantragung des Hilfsmittels ansteht, ist nicht zu unterschätzen.

Die Pflegekasse kann Rollstühle bezuschussen. Der Vorteil: Sie zahlen nur den Eigenanteil. Die Pflegekasse übernimmt die Leistung jedoch nur dann, wenn Sie ihn überwiegend zur Erleichterung der Pflege benötigen.

Gut zu wissen: Wenn der Rollstuhl der Fortbewegung und nicht der Erleichterung der Pflege dient, ist die Krankenkasse der richtige Ansprechpartner.

Entwickelt sich eine Pflegebedürftigkeit beispielsweise durch eine fortschreitende Krankheit, können Sie einen Antrag bei der Pflegekasse auf Pflegebedürftigkeit stellen. Denn einen Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse hat jeder, der auch Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse ist. Auch Privatversicherte sind verpflichtet, monatlich Beiträge in eine private Pflegekasse einzuzahlen.

Was ist ein Pflegegrad?

Ein Pflegegrad entscheidet darüber, welche Zuschüsse Sie von Ihrer Pflegekasse erhalten. Dabei werden insgesamt fünf Pflegegrade unterschieden:

  1. geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  2. erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  3. schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  4. schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  5. schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Welchen Pflegegrad Sie erhalten, darüber entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK). Ein Gutachter analysiert die Herausforderungen Ihres Alltags und spricht mit Ihnen über Ihre Einschränkungen. Erst dann erfolgt die Zuordnung eines Pfleggrads.

Hinweis: Ist Ihnen der Begriff „Pflegestufe“ noch geläufig? Bis 2017 gab es insgesamt drei Pflegestufen, die durch das Modell der Pflegegrade ersetzt wurden.

Die Höhe des Pflegegrades ist ausschlaggebend, welche Leistungen Sie durch Ihre Pflegekasse erhalten. Je höher der Pflegegrad, desto umfangreicher kann eine Bezuschussung aussehen.

Welcher Pflegegrad für einen Rollstuhl zu Lasten der Pflegeversicherung?

Nicht der Pflegegrad ist ausschlaggebend, ob ein Rollstuhl von der Pflegekasse bezuschusst wird. Viel eher ist die Genehmigung eines Zuschusses davon abhängig, inwiefern der Rollstuhl die Pflege erleichtert.

Multifunktionsrollstühle oder Rollstühle mit Sitzkantelung und Sitzverstellungen übernimmt die Pflegekasse daher schon mal zu ihren Lasten. Alles was darüber hinausgeht, ist in der Regel eine Leistung der Krankenkasse.

Das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands listet alle verordnungsfähigen Hilfsmittel auf. Ist ein Hilfsmittel wie beispielsweise ein Rollstuhl in diesem Verzeichnis aufgeführt, wird die Beantragung bei der Pflegekasse erleichtert.

Die Hilfsmittelnummer bestätigt, dass die Qualität und Sicherheit des Hilfsmittels von unabhängigen Stellen geprüft ist. Rollstühle, die für die Pflege ausgelegt sind, finden sich unter der Produktgruppe „50 - Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege“.

Unser Tipp: Steht bei Ihnen demnächst ein Termin zur Begutachtung für die Beantragung eines Pflegegrads oder eine Höherstufung durch den MDK an? Dann raten wir Ihnen, dass Sie den Gutachter ansprechen, eine Empfehlung für einen Rollstuhl in dem Gutachten auszusprechen. So haben Sie die Chance, dass Ihr Rollstuhl von der Pflegekasse oder Krankenkasse übernommen wird.

Rollstuhl über die Krankenkasse

Sie haben zwar einen Pflegegrad, benötigen aber einen Rollstuhl vor allem für die Fortbewegung und zum Erhalt der Selbstständigkeit? Dann kann eine Bezuschussung über Ihre Krankenkasse stattfinden. Denn in diesem Fall ist der Rollstuhl ein Hilfsmittel, das Sie mobil hält – und das ist unabhängig von Ihrem Pflegegrad. Doch was müssen Sie tun, damit Sie einen Rollstuhl von der Krankenkasse erhalten? Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Untersuchung bei Ihrem Arzt: Suchen Sie Ihren Arzt auf und besprechen Sie mit ihm Ihre Mobilitätseinschränkungen. Auf Basis dessen wird er Ihnen ein Rezept für einen Rollstuhl ausstellen.
  2. Besuch eines Sanitätshauses in Ihrer Nähe: Anschließend suchen Sie ein Sanitätshaus auf und lassen sich von einem Experten beraten. Welcher Rollstuhl ist für Ihr Handicap der richtige? Das finden Sie gemeinsam mit Ihrem Ansprechpartner im Sanitätshaus heraus.
  3. Rezept durch das Sanitätshaus bei der Krankenkasse einreichen lassen: Nach einer ausführlichen Beratung durch das Sanitätshaus wissen Sie genau, welches Modell für Sie ideal ist. Das Sanitätshaus erstellt einen Kostenvoranschlag und reicht diesen zusammen mit dem Rezept bei Ihrer Krankenkasse ein.
  4. Auf die Genehmigung warten: Nun heißt es abwarten auf die Antwort Ihrer Krankenkasse. Statt einer Zusage haben Sie eine Ablehnung erhalten? Dann legen Sie auf jeden Fall Widerspruch innerhalb eines Monats ein. So haben Sie die Chance, erneut zu begründen, wieso Sie einen Rollstuhl benötigen.

Fazit Pflegegrad Rollstuhl

Welchen Pflegegrad benötigen Sie für die Beantrung eines Rollstuhls? Die Frage beantworten wir Ihnen schnell: Ein Pflegegrad ist kein Grund, eine Zusage Ihrer Pflegekasse für einen Rollstuhl zu bekommen. Vielmehr bezuschusst die Pflegekasse einen Rollstuhl, wenn dieser zur Unterstützung der Pflege dient. Andernfalls ist die Krankenkasse zuständig.

Ob Ihr Rollstuhl letztendlich von der Krankenversicherung oder Pflegeversicherung bezuschusst wird, entscheidet der Sachbearbeiter Ihrer Krankenkasse. Denn die Pflegekassen sind den Krankenversicherungen angegliedert. Wer also in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, wird automatisch Mitglied der angegliederten Pflegekasse.

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Geschrieben von:
Larissa ergoflix
Larissa
Content-Marketing Spezialistin

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