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Leichtgewichtrollstuhl von der Krankenkasse: Ist Unterstützung möglich?

29. April 2022
Dieses Bild zeigt Krankenkassenkarten, um darzustellen, dass ein Leichtgewichtrollstuhl bezuschusst werden kann

Wegen des geringen Gewichts und des handlichen Designs sind Leichtgewichtrollstühle beliebt. Bei der Anschaffung sind diese allerdings etwas teurer als Standard-Modelle. Das führt häufig zu Verunsicherung und der Frage, ob die Krankenkasse einen solchen Rollstuhl übernimmt.

Tatsächlich können Sie das Hilfsmittel bei der Krankenkasse beantragen. Unter welchen Umständen eine Übernahme realistisch ist und was Sie dazu beachten müssen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Voraussetzungen für einen Krankenkassenzuschuss

Um bei der Anschaffung eines Hilfsmittels Unterstützung zu erhalten, zählt vor allem eines: dass Sie nachweislich darauf angewiesen sind. Die absolute Grundlage zur Beantragung liegt daher in einem von Ihrem behandelnden Arzt ausgestellten Rezept. Auf diesem muss genau vermerkt sein, weshalb ein Rollstuhl für Sie notwendig ist.

Einen Leichtgewichtrollstuhl können Sie theoretisch der Standardausführung zuordnen. Herkömmliche Standardrollstühle, wie Sie sie beispielsweise aus dem Krankenhaus kennen, eignen sich nicht für den Dauergebrauch. Die leichteren und handlicheren Versionen schaffen hier Abhilfe.

Mit dem entsprechenden Attest ist die Anschaffung eines Leichtgewichtrollstuhls über Ihre Krankenkasse daher grundsätzlich möglich.

Erhöht werden Ihre Chancen, wenn das gewählte Modell eine Hilfsmittelnummer hat. Diese gibt Aufschluss darüber, dass es sich um ein geprüftes medizinisches Hilfsmittel handelt. Die gute Nachricht: Viele Leichtgewichtrollstühle verfügen mittlerweile über eine solche Nummer.

Übernahme spezieller Leichtgewichtsmodelle

Sie haben eine besondere Ausführung ins Auge gefasst? Sollten Sie beispielsweise einen Carbon Rollstuhl oder aber einen leichten Elektrorollstuhl ins Auge gefasst haben, sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse.

In manchen Fällen können Sie eine Zuzahlung in Höhe der Differenz zu einem Standardmodell leisten. In jedem Fall sollte Ihr Arzt explizit auf dem Attest festhalten, weshalb ein spezieller Leichtgewichtrollstuhl für Ihre Bedürfnisse notwendig ist.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Übernahme eines Leichtgewichtrollstuhls durch die Krankenkasse immer um eine Einzelfallentscheidung. Diese muss individuell geprüft und kann Ihnen nicht garantiert werden.

So wie bei dem JBH® Carbon 21. Dieser faltbare elektrische Rollstuhl wiegt nur 21,7 kg (ohne Akkus) und ist von der Krankenkasse bezuschussbar. Die Hilfsmittelnummer und alles Wissenswerte zu dieser Thematik finden Sie in unserem Blogbeitrag „Was sind Hilfsmittelnummern“.  

So beantragen Sie einen Leichtgewichtrollstuhl bei der Krankenkasse

Die Antragsstellung erfolgt in enger Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Dieser ist daher auch der erste Ansprechpartner, wenn Sie einen Leichtgewichtsrollstuhl beantragen möchten.

Das Vorgehen läuft in der Regel wie folgt ab:

  1. Rücksprache mit Ihrem Arzt halten
    Ihr Arzt wird Sie untersuchen. Bestätigt er eine Mobilitätseinschränkung, die durch einen Leichtgewichtrollstuhl ausgeglichen werden kann, stellt er ein Attest aus. Auf diesem vermerkt er genau, welche Einschränkung Sie betrifft. Außerdem kann er eine Hilfsmittelnummer aufschreiben, sofern Sie schon einen Rollstuhl ins Auge gefasst haben.
  2. Sanitätshaus aufsuchen
    Eine Probefahrt ist unerlässlich. Vor der Beantragung sollten Sie mithilfe von Fachpersonal ausprobieren, ob der gewählte Rollstuhl zu Ihnen passt. Wenn Sie ein bestimmtes Modell im Blick haben, lohnt sich der Kontakt zum Hersteller. ergoflix beispielsweise übernimmt die Terminvereinbarung zu einem kostenlosen Probetermin – im Sanitätshaus oder bei Ihnen zu Hause. Nehmen Sie sich Zeit, um das Hilfsmittel zu finden, das zu Ihnen passt.
  3. Dokumente einreichen
    Haben Sie sich für einen passenden Leichtgewichtrollstuhl entschieden, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag. Diesen und das zuvor erhaltene Attest reichen Sie anschließend bei Ihrer Krankenkasse ein. Häufig übernimmt diese Aufgabe auch das entsprechende Sanitätshaus für Sie.
  4. Warten
    Die Krankenkasse prüft die Einreichung Ihrer Dokumente. Innerhalb von drei Wochen muss diese Ihnen eine Entscheidung mitteilen – das ist gesetzlich geregelt. Anders ist das, wenn der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkasse) hinzugezogen wird. In dem Fall kann die Frist auf fünf Wochen verlängert werden. Andernfalls erhalten Sie eine schriftliche Begründung, weshalb die entsprechende Frist nicht eingehalten werden kann.
  5. Zu- oder Absage
    Erhalten Sie eine Zusage, können Sie das Hilfsmittel entgegennehmen. Aber auch eine Absage kann ins Haus flattern. Ist das der Fall, haben Sie das Recht, innerhalb eines Monats Widerspruch einzulegen.
    Wenn Sie einen Leichtgewichtrollstuhl bei Ihrer Krankenkasse beantragen möchten, sollten Sie vorab mit dieser sprechen. Manche Institute haben ein anderes Vorgehen. In dem Fall reichen Sie lediglich Ihr Attest ein und die Krankenkasse kümmert sich um den Rest.

Wie stehen die Chancen auf Übernahme eines Leichtgewichtrollstuhls?

Wie schon zuvor angedeutet, können keine allgemeinen Aussagen zu dieser Frage getroffen werden. Ihre Krankenkasse wird Ihren individuellen Fall prüfen, zudem kann das Vorgehen je nach Institut etwas variieren.

Wenn Sie nachweislich auf einen Rollstuhl angewiesen sind, stehen Ihre Chancen allerdings gut – vor allem, wenn Sie einen Leichtgewichtrollstuhl mit Hilfsmittelnummer auswählen. Grundsätzlich lohnt sich aber immer ein Gespräch mit dem zuständigen Ansprechpartner Ihrer Krankenkasse.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Dann lesen Sie gern hier weiter:

Wird ein zweiter Rollstuhl von der Krankenkasse übernommen?
Wird ein elektrischer Rollstuhl von der Krankenkasse bezuschusst?
Rollstuhl leihen: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

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