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Wie funktioniert ein E-Rezept?

21. Oktober 2022
Dieses Bild zeigt eine Frau mit Handy, die auf ein E-Rezept guckt

Wie wäre das Leben ohne Internet? Kurz gesagt: Auf jeden Fall anders. Wir können online Geld überweisen, Krankmeldungen bei unserer Krankenkasse einreichen und noch vieles mehr. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Immer mehr alltägliche Prozesse werden in die digitale Welt verlagert. Und das ist auch gut so, denn viele Abläufe werden dadurch vereinfacht. Doch bei einer Sache ist Deutschland kein digitaler Vorreiter – dem Einreichen von Arztrezepten bei der Apotheke. Bisher ist es so: Benötigen Sie ein verschreibungspflichtiges Medikament, holen Sie sich bei Ihrem Arzt ein Rezept in Papierform (Muster-16-Rezept). Dieses Rezept lösen Sie anschließend in einer Apotheke Ihrer Wahl ein. Doch damit ist bald Schluss. Das elektronische Rezept (auch: E-Rezept, digitales Rezept oder Online-Rezept) kommt. Was das ist und wann Sie voraussichtlich das erste Mal in der Apotheke Ihr Smartphone zücken können, das erklären wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Was ist ein Online-Rezept?

Ein elektronisches Rezept ist in erster Linie ein digitaler Rezeptcode, den Sie Ihrer Apotheke vorlegen. Dieser Rezeptcode wird von der Arztpraxis an eine spezielle App übermittelt, aus der Sie den Code anschließend abrufen und vorzeigen können.

Die App heißt „Das E-Rezept“ und wird von der gematik, der nationalen Agentur für digitale Medizin, herausgegeben. Die Vorteile des elektronischen Rezepts zusammengefasst:

  • Alle Rezepte sind zentral in einer App gespeichert. Das schafft Transparenz.
  • Verschreibungspflichtige Medikamente können in einer Apotheke Ihrer Wahl vorbestellt und eingelöst werden.
  • Folgerezepte können digital übermittelt werden. Das spart Zeit.
  • Die integrierte Familienfunktion ermöglicht, dass Sie Rezepte auch für Ihre Angehörigen einlösen können.

Die App findet sich in einer stetigen Weiterentwicklung. Eine Vielzahl an Erweiterungen wie beispielsweise Verordnungen für Gesundheitsanwendungen sowie Überweisungen an Fachärzte folgen nach und nach.

Gut zu wissen
Sensible Daten erfordern einen hohen Sicherheitsstandard, der laut der gematik dank mehrfacher Verschlüsselungsprozesse gegeben ist. Darüber hinaus werden personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO nicht erhoben oder gespeichert.

E-Rezept Einführung: Wann ist es so weit?

Die Einführung des elektronischen Rezepts erfolgt laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stufenweise von Region zu Region. So wird sichergestellt, dass die Systeme einwandfrei laufen. Gestartet wurde im September 2022 in der Region der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe. Die Einführung wird eng von der gematik begleitet, damit Probleme schnell identifiziert und gelöst werden können.

Ist diese Phase mit Erfolg abgeschlossen, werden voraussichtlich weitere sechs KV-Regionen hinzukommen. Funktioniert auch hier alles ausgezeichnet, folgt der deutschlandweite Rollout.

Übrigens
Apotheken in ganz Deutschland müssen schon ab 01. September 2022 in der Lage sein, E-Rezepte zu bearbeiten.

Das digitale Rezept bezieht sich im ersten Schritt auf verschreibungspflichtige Medikamente. Verordnungen für Hilfsmittel beispielsweise für Rollstühle können noch nicht über die App abgewickelt werden. Hier fehlen zum jetzigen Zeitpunkt technische Voraussetzungen u. a. bei den Sanitätshäusern. Gesetzlich sind diese allerdings verpflichtet, ab dem 01. Januar 2026 mit E-Rezepten zu arbeiten. Unter diese Regelung fallen auch Hörakustiker, Zahntechniker, Orthopädieschuhmacher und weitere Hilfsmittelerbringer.

Wie bekomme ich ein E-Rezept und gibt es Alternativen?

Um ein E-Rezept zu erhalten, ist folgendes Vorgehen notwendig:

  • 1. Schritt: Gehen Sie wie gewohnt zum Arzt. Stellt dieser fest, dass Sie verschreibungspflichtige Medikamente benötigen, wird die Verordnung elektronisch signiert und in der Telematik-Infrastruktur gespeichert. Ihnen wird also kein rotes Rezept (Kassenrezept) mehr ausgehändigt. Übrigens gilt gleiches, falls Sie Ihren Arzt über die Videosprechstunde kontaktieren.
  • 2. Schritt: Entscheiden Sie, ob das Rezept auf Ihr Smartphone übermittelt werden soll oder ob Sie einen Papierausdruck in Empfang nehmen möchten. Haben Sie kein Smartphone, entscheiden Sie sich einfach für Variante zwei. Ihr Arzt händigt Ihnen in diesem Fall einen Ausdruck aus, auf dem ein 2D-Code gedruckt ist.
  • 3. Schritt: Gehen Sie zu Ihrer Apotheke und lassen Ihren Rezeptcode scannen. Legen Sie entweder Ihr Smartphone oder den gedruckten 2D-Code vor. Bestellen Sie lieber online Medikamente? Auch hier können Sie das E-Rezept nutzen.

Praktisch: Die App „Das E-Rezept“ bietet Ihnen noch weitere Funktionalitäten. Senden Sie das Rezept beispielsweise digital an eine Apotheke oder nehmen Sie eine Bestellung unmittelbar aus der App vor.

Was benötige ich für ein digitales Rezept?

Um ein digitales Rezept einzulösen, benötigen Sie zunächst ein Smartphone. Dieses sollte einige Kriterien erfüllen: Ihr Smartphone muss über das Betriebssystem Android 7 (Modelle ab 2015) oder iOS 14 (Modelle ab 2015) verfügen. Auch ist Pflicht, dass Ihr Gerät NFC-fähig (Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung) ist. Wissen Sie nicht, ob Ihr Smartphone diese Funktion besitzt, können Sie die App der gematik zunächst einmal herunterladen. Diese wird Ihnen anzeigen, wenn die Kompatibilität nicht gegeben ist.

Des Weiteren benötigen Sie eine NFC-fähige Gesundheitskarte Ihrer Krankenkasse. Sie erkennen eine solche Karte an der sechsstelligen Zugangsnummer, die im rechten oberen Teil der Karte aufgedruckt ist. Auch müssen Sie eine PIN-Nummer für Ihre Karte besitzen. Sind diese beiden Punke erfüllt, steht der Nutzung elektronischer Rezepte nichts mehr im Wege. Falls Ihre Gesundheitskarte nicht den Anforderungen entspricht, nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Krankenkasse auf und beantragen eine neue.

Praktisch: Sie können sich auch über die App Ihrer Krankenkasse anmelden. Nutzen Sie bereits die ePA-App (App der gesetzlichen Krankenkasse zur elektronischen Patientenakte) Ihrer Krankenkasse, können Sie sich auch darüber in der E-Rezept-App anmelden.

Zusammenfassung: E-Rezept

Das E-Rezept kommt – das ist keine Frage. Nach und nach wird dieses in ganz Deutschland ausgerollt und für uns alle verfügbar sein. Voraussichtlich wird das 2023 der Fall sein. Das Gute: Haben Sie kein Smartphone, haben Sie immer die Möglichkeit, auf eine ausgedruckte Variante des E-Rezepts zurückzugreifen. So sind alle Menschen auf der sicheren Seite, die kein Smartphone haben oder diese Technik nicht nutzen möchten.

Grundsätzlich bringt diese Technik viele Vorteile mit sich. Online-Rezepte sind praktisch, sicher und vereinfachen Abläufe in Arztpraxen und Apotheken. Und auch Sie profitieren davon und haben zentral alle wichtigen Informationen in einer App.

Die gematik arbeitet laufend an der Weiterentwicklung des papierlosen Rezepts. Wichtige Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite der gematik.

Stand Oktober 2022

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Geschrieben von:
Larissa ergoflix
Larissa
Content-Marketing Spezialistin

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